Outlook 2013: Keine Integration in die Windows Suche mehr = FAIL

Microsoft hat sich entschieden, die Integration von Outlook in die Windows Search in der Version 2013 auszubauen. Damit ist es nicht mehr möglich im Startmenü oder im Windows Explorer nach Mails, Kontakten oder sonstigen Inhalten aus Outlook zu suchen. Diese Inhalte sind dann nur noch in der Anwendung selbst suchbar.

Meines Erachtens ein weiterer großer Nachteil von Outlook 2013 neben dem fehlenden IMAP-Feature (siehe diesen Artikel).

Quelle:
http://blogs.office.com/b/microsoft-outlook/archive/2012/12/19/outlook-2013-deprecated-features-and-components.aspx

Keine Indizierung der Windows Search von UNC-Shares auf NAS-Systemen

Für die effiziente Nutzung der integrierten Suche in Windows ist es oft erforderlich auch extern gelagerte Daten auf NAS-Systemen zu indizieren.

Unter Windows Vista 32bit gab es ein extra Plugin (Download) von Microsoft, dass die Indizierung von verbundenen Netzlaufwerken möglich machte. Dies funktioniert nicht in der 64bit-Version von Vista und auch nicht in Windows 7.

Also gibt es stand heute keine Möglichkeit, dass die Windows Search auch Inhalte auf verbundenen Netzlaufwerken (UNC Shares) indiziert, wenn diese von NAS Systemen stammen, auf denen SAMBA läuft. Es sei denn, es wird eine Offline-Kopie der Daten auf dem Windows 7 Client abgelegt und diese dann indiziert. Das ist insbesondere bei größeren Datenmengen völlig unpraktikabel.

Einzige Ausnahme sind Microsoft Server Systeme wie Windows Home Server und Windows Search Server. Diese können SAMBA-basierte Netzlaufwerke indizieren.

Das hier dargestellte Thema stellt für mich aktuell den größten Nachteil bzw. Schwäche von Windows 7 dar. Falls jemand ein Hinweis zu dem Thema hat, unbedingt als Kommentar posten!

Ressourcen:
http://social.msdn.microsoft.com/forums/en-US/windowsdesktopsearchhelp/

Foto-Tagging unter Windows …und seine Vorteile

Tagging von Fotos ist zwar einerseits zeitaufwendig, anderseits sind die Benefits gerade bei einer (dank Digitalkameras) stark anwachsenden Fotosammlung mittel- und langfristig hoch. Denn durch Tags können Fotos anders gefunden und gruppiert werden als nur durch ihren Ablageort. Es muss beim Tagging darauf geachtet werden, dass die Tags in den Dateien der Fotos gespeichert werden und nicht in einer anwendungsspezifischen Datenbank (wie bei Google Picasa). Nur so wandern die Zusatzinfos mit den Fotos immer mit, egal welches Bildbetrachtungsprogramm an irgendeinem Ort gerade verwendet wird.

Nun kann man Fotos taggen in dem man die Namen von auf dem Foto befindlichen Personen als Tags verwendet. Es natürlich auch möglich, einem Foto mehrere Tags zuzuweisen. Oder man teilt per Tag den Aufnahmeort oder den Namen des berühmten Gebäudes mit, usw.

Eine nicht zu unterschätzende Zeitersparnis ergibt sich durch das Vergeben eines Tags auf mehrere Fotos gleichzeitig. Dazu muss man oft die entsprechenden Fotos markieren und danach das gemeinsame Stichwort/Tag zuweisen. Dies funktioniert z.B. in den Programmen  Windows Live Fotogallerie oder auch in ACDSee Pro.

Tagging-Möglichkeit in Windows Live Fotogallerie

Hierarchisches Tagging = Tagging hoch zwei

Hierarchisches Tagging meint, dass Tags wie ein Verzeichnisbaum eine Hierarchie darstellen. Als Beispiel „Leute/Familie/Vater“ oder „Leute/Freunde/Peter“. Gleichzeitig kann man in Fotos auch ereignisbasierte Informationen durch Tags unterbringen. Zum Beispiel: Ereignisse/Hochzeiten; Ereignisse/Fernreisen und so weiter….

Benefits:

Windows liest seit Vista das Metadatenfeld „Keyword“ aus den Metadatenblöcken (Metadaten-Standards XMP oder IPTC) von JPEG-Dateien. Weiterhin wird der Inhalt des Metadatenfelds in der Windows Suche indiziert und ist somit als Suchbegriff verwendbar. Dies ist eine hervorragende Grundlage zur Arbeit mit Tags in eigenen Fotos in Windows Vista und neueren Versionen.

Windows Media Center liest den Inhalt von „Keyword“ ebenfalls aus. In der Bildbibliothek im Reiter „Markierungen“ und werden Fotos unabhängig von ihrem Ablageort nach Tags gruppiert angezeigt. Bei hierarchischen Tags kann man per Fernbedienung durch die Hierarchie wie durch Verzeichnisstruktur navigieren und in jeder Ebene eine Dia-Show mit den jeweiligen Fotos starten. Das ist echt super!

Getaggte Fotos in Windows Media Center

Die Windows Live Fotogallerie, die man hier kostenlos runterladen kann, unterstützt ebenfalls Tagging.  Die Tags werden geschrieben in den XMP Metadatenblock. Gelesen wird XMP oder IPTC. Das Programm unterstützt auch hierarchische Tags. Hier wird dann die Hierarchie wie ein Verzeichnisbaum im Windows Explorer angezeigt.

Hierarchie von Tags in Windows Live Fotogallerie

Suchen und Finden:

Im Windows Explorer kann man sehr leicht nach Fotos mit einem bestimmten Tag suchen. Man gibt einfach das Tag ein und schon werden die Fotos mit dem enthaltenen Tag angezeigt. Denn die Tags wurden vorher beim Indizieren der Fotos gefunden und im Suchindex der Windows Search gespeichert. Leider sucht die Windows Live Fotogalerie nicht im erstellten Suchindex der Windows Search. 😦

Erweiterte Suchbefehle für die Suche in Windows

Zum Thema Suchmöglichkeiten in Windows erschienen auf diesem Blog schon einige Artikel. Am schnellsten erreicht man die Artikelserie über diesen Link.

Wer die Windows Search installiert hat (bei Windows Vista über Windows Update) oder bei Windows 7 schon vorinstalliert, der kann super suchen!

Hier ein einführender englischer Artikel zur Suchsyntax. Und hier noch ein weiterer wertvoller englischer Artikel mit erweiterten Suchbefehlen (Advanced Query Syntax) für die Windows Search!

Lokalisierte Suchbefehle in der Windows Search unter Windows 7

Zu meiner Unzufriedenheit musste ich heute feststellen, dass in der unter Windows 7 RC verwendeten Windows Search die Suchbefehle (siehe diesen Artikel zu Suchbefehlen) lokalisiert wurden.

Das bedeutet, dass man in Outlook im deutschen Windows 7 nicht mehr „from:Absendername“ verwenden kann, sondern jetzt  „von:Absendername“ verwenden muss. 😦