SharePoint: Drag & Drop Unterstützung und potentielle Fallstricke

Für Das Dokumentenmanagement in SharePoint wurde seit Version 2013 die Unterstützung für Drag & Drop für die Anwender eingeführt. Dies ist leider ein wenig halbherzig geschehen und wurde seitdem auch nicht verbessert.

Die generelle Browser-Unterstützung – Drag & Drop funktioniert im Internet Explorer, Microsoft Edge, Firefox und Google Chrome.

Use Case: Hochladen von Dokumenten via Drag & Drop

    • Mehrere Dokumente aus einem lokalen Verzeichnis per Drag & Drop hochladen ist möglich
    • Während des Uploads erscheint ein Ladebalken oberhalb der Dokumentenbibliothek incl. einem Cancel-Button zum Abbrechen des Upload-Vorgangs
    • Nachteil: Der Metadaten-Dialog erscheint nicht automatisch – wenn also Pflicht-Metadatenfelder nicht durch einen Default-Wert gefüllt werden, bleiben die hochgeladenen Dokumente erstmal ausgecheckt. (Dieses Verhalten kann durch eigene Programmierung überschrieben werden)

Use Case: Verschieben von bereits hochgeladenen Dateien via Drag & Drop

    • Einzelne Dateien verschieben: Am Dateityp-Icon den Mauszeiger positionieren und drücken und ziehen
    • Mögliche Ziele beim Verschieben:
      • Innerhalb einer Bibliothek: Von einem Ordner in einen anderen Ordner
      • Von einer Bibliothek in eine andere Bibliothek
    • Ergebnis:
      • Die potentiell vorhandenen älteren Versionen von Dokumenten wandern beim Verschieben mit
      • Wichtig: Gesetzte Metadaten des Dokumentes wandern beim Verschieben mit. Default-Metadaten in der Zielbibliothek werden NICHT angewendet

Randnotiz: Getestet in SharePoint Version 2013 (Lizenzisierung egal)

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Office 365: Elektronisches Handling von Aufgaben für Endanwender

Es wurden und werden verschiedene Möglichkeiten von Microsoft bereitgestellt, Aufgaben elektronisch zu erfassen, den Überblick zu behalten und nachzuhalten.

Aufbauend auf diesem Blog-Post aus 2018 will ich in diesem Artikel ein Überblick geben mit dem Stand Mai 2019. 

Microsoft To-Do

  • eignet sich für persönliches Aufgabenmanagement mobil/unterwegs
  • keinerlei Aufgaben-Sharing mit anderen Personen möglich!

Mögliche Bedienungsformen

Erwähnenswerte Features

    • Aufgaben lassen sich in Einzel-Schritte zerteilen und als Check-Liste abhaken
    • Serienaufgaben sind möglich
    • Aufgaben mit Erinnerungen
    • Aufgaben können Anhänge haben

Integration mit den anderen hier vorgestellten Möglichkeiten:

    • Anzeige und Bearbeitung von mir zugewiesenen existierenden Planner Aufgaben aus allen Teams in Office 365
    • Anzeige der rot geflaggten Mails aus Exchange Online Postfach

Microsoft Outlook

  • eignet sich für persönliches Aufgabenmanagement am Arbeitsplatz PC/Notebook
  • ideal, wenn Aufgaben sich in eMails „verstecken“

Mögliche Bedienungsformen

    • Client für Mac OS oder Windows
    • Outlook App für Smartphone

Erwähnenswerte Features:

    • Mails via Drag & Drop in Aufgaben ziehen und hat den Inhalt der Mail in der Aufgabe

Integration mit den anderen hier vorgestellten Möglichkeiten

    • Bidirektionale Synchronisierung der Aufgaben aus Microsoft To-Do in Outlook hinein

Microsoft SharePoint Online

  • eignet sich für Aufgaben im Team (Abteilung oder Projekt)

Mögliche Bedienungsformen

    • Im Browser
    • Im Outlook-Client lassen sich Aufgabenlisten aus SharePoint zur dauerhaften Synchronisation einbinden und problemlos ohne Zutun eines Browsers bearbeiten
    • Tab in MS Teams

 Erwähnenswerte Features:

    • Aufgaben lassen sich einem oder mehreren Team-Mitgliedern zuweisen
    • Vorgänger- und Nachfolgerbeziehungen sind zwischen Aufgaben herstellbar
    • Thematisch zusammenhängende Aufgaben lassen sich clustern und so Aufgabenhierarchien abbilden

Microsoft Planner

  • eignet sich für Aufgaben im Team (Abteilung oder Projekt)
  • besonders geeignet zur Ablösung eines analogen Scrum/Kanban-Board

 Mögliche Bedienungsformen

Erwähnenswerte Features

    • Aufgaben lassen sich einem oder mehreren Team-Mitgliedern zuweisen
    • Aufgaben lassen sich in Einzel-Schritte zerteilen und als Check-Liste abhaken
    • Aktivitäten-Journal zur Aufgabe verfügbar
    • Es lassen sich komplette Templates (Board mit Aufgaben) bauen und wiederverwenden (Copy Plan Feature)

Fazit:

Wenn die Wahl zwischen den hier vorgestellten Möglichkeiten notwendig wird, dann empfehle ich für das Ich-bezogenen Aufgaben-Management  die Nutzung von To-Do. Im Team empfehle ich Planner. Man muss bedenken, dass auf dem Markt da draußen bessere Konkurrenten (Bsp: Todoist, Trello) schon seit Längerem unterwegs sind.

SharePoint: Vererbte Metadaten an Word-Dokumente

Wenn versucht wird ein Word-Dokument in einer Dokumentenbibliothek in SharePoint direkt zu speichern, erbt es sofort automatisch:

      • den Default Content Type mit all seinen Feldern oder
      • alle Metadatenfelder der Bibliothek (falls kein Content Type an die Bibliothek gebunden ist)

Bei den vererbten Metdatenfeldern gibt es Unterschiede in den Datentypen:

      • Metadatenfelder vom Typ „Choice“ sind offline mit Ihren Feldwerten verfügbar
      • Metadatenfelder vom Typ „Datum oder Uhrzeit“ können offline problemlos durch ein Datum-Picker  in Word gesetzt werden
      • Metadatenfelder vom Typ „Person“ können erst ausgefüllt werden, wenn eine direkte Online-Verbindung zum SharePoint im Moment des Speicherns besteht.

SharePoint: Gleichartige Dokumentenbibliotheken schnell einrichten

Anforderung:
Mann oder Frau soll eine Vielzahl von gleichartigen Dokumentenbibliotheken oder Listen (auch in unterschiedlichen Websites) einrichten.

Lösung:
Es wird initial eine Liste oder Dokumentenbibliothek konfiguriert und anschließend diese Konfiguration als Template gespeichert und dann anschließend angewendet, um weitere Gleichartige anzulegen

Schritt 1 – Erstmalige Konfiguration
    Die erste Liste oder Dokumentenbibliothek muss erstmal manuell komplett konfiguriert werden:

    1. Liste oder Dokumentenbibliothek anlegen mit kurzen Namen wegen der URL-Längenbeschränkung
    2. Vollwertigen langen Namen anschließend eintragen
    3. Content Type (Inhaltstyp) binden (optional)
    4. Einzelne Spalten definieren, falls Schritt 2 nicht stattgefunden hat
    5. Views (Ansichten) definieren (auf Basis des verwendeten Content Type)
    6. Berechtigungen einstellen
Schritt 2 – Konfiguration als Template speichern
  1. In den Einstellungen der Bibliothek oder Liste auf „Save document library as template“ klicken
    1. Dialog zum Speichern des Template
  2. Haken bei „Include Content“ nicht anwählen
  3. Das Template wird in die List Template Gallery (<server-url/managedpath/websitename/_catalogs/lt/Forms/AllItems.aspx ) der jeweiligen Site aufgenommen und lässt sich in dieser Website sofort verwenden
  4. Diesen Schritt nur noch beachten, wenn man das Template in einer anderen Website verwenden will:
    1. In der List Template Gallery das Template als STP-Datei exportieren
    2. in der neuen Website in der List Template Gallery die STP-Datei wieder hochladen
Schritt 3 – Template anwenden
    Weitere Bibliotheken oder Listen auf Basis des Templates anlegen

    1. In „Site Contents“ auf „Add an App“ klicken
    2. im Katalog in dem Abschnitt „Apps you can add“ die Sortierreihenfolge „Newest“ anwählen
    3. das zuvor erstellte Template auswählen und somit benutzen

Wichtige Hinweise:

  • Gebundene Content Types wandern mit in die Template-Datei und werden beim Anwenden des Template auch wieder benutzt. Falls in der Website ein gleichnamiger Content Type existiert wird keinerlei Konsistenz-Prüfung/Aktualisierung der Definition durchgeführt beim Anlegen aus Basis des Templates!
  • Templates sind sprachabhängig und können ohne Weiteres nicht in einer Website mit anderer Sprache verwendet werden. Wenn dies der Fall ist, bitte diesen Blog-Post durchlesen: http://nikcharlebois.com/changing-sharepoint-list-template-language/

Arbeiten mit HTML Ankern in SharePoint Seiten

Anforderung:
Bei der Redaktionierung von langen Websites mit viel Inhalt auf einer Seite bietet es sich an mit Hyperlinks auf derselben Seite ein Inhaltsverzeichnis am Anfang der Seite aufzubauen.

Lösung:
Man setzt bei den einzelnen Überschriften jeweilig einen sogenannten Anker in der Quelltext-Ansicht:16
<span id="Überblick"></span>

Im Inhaltsverzeichnis verlinkt man dann die Begriffe mit den Ankern. Dabei verlinkt man auf diesselbe Seite, hängt jedoch „?#“ und den Ankernamen hinten dran:

https://website.com/sites/subsite/sitepages/page.aspx?#ankername

Security Hardening bei SharePoint

Security Hardening ist der englische Begriff für Sicherung/Härtung eines Systems gegen Angriffe. In einem meiner Projekte beschäftigte ich mich mit dem Thema im Bezug auf SharePoint.

SharePoint teilt sich technisch gesehen in drei Komponenten auf. Diese sind unten dargestellt mit Links zu hilfreichen Artikeln bei Technet.

Internet Information Services (IIS):

SharePoint Server:

SQL Server:

Kaskadierende Dropdowns mit verteilten SharePoint Listen

Anforderung:
In einer Liste „A“ werden Daten gehalten, die zueinander in einer Beziehung stehen wie z.B. „VW“ und „Golf“ oder „Mercedes“ und „C-Klasse“. In einer konsumierenden Liste „B“ soll in jedem Datensatz eine Zuordnung zu einem Golf oder einem anderen Automodell erfolgen.

Lösung:
In der Liste A müssen zwei Spalten vorhanden sein: Der Hersteller und das Modell in unserem Beispiel. Die Datensätze sind dann die Zuordnungen wie VW und Golf. Der Einsatz einer kostenpflichtigen Komponente eines Drittherstellers für SharePoint namens Cascading Lookup (SharePointBoost.Foundation) für die Auswahl von VW Golf oder Passat oder C-Klasse. Diese Komponente setzt Version 2010 oder 2013 des SharePoint Servers voraus.

Der Weg dahin:

Die oben genannte Komponente muss vom SharePoint Admin vorab installiert werden. Damit muss in der konsumierenden Liste B eine Spalte mit dem Datentyp „Cascaded Lookup“ angelegt werden. In dieser wird die Konfiguration für die Kaskadierung vorgenommen. Als Datenquelle können andere Listen in Sites derselben Site Collection dienen (hier also Liste A). Die Spalte ist technisch gesehen ein Hidden Field, welche die Konfiguration enthält und den Endanwendern während der Pflege von Listenelementen der Liste B nicht angezeigt wird.

Zusätzlich können in der Liste B eine oder mehrere Spalten angelegt werden: Bei dem oben beschriebenen Beispiel eine Spalte „Hersteller“ und/oder eine Spalte für „Modell“.