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Posts Tagged ‘Metadaten’

Windows Explorer: Gruppierte Anzeige nach Fotometadaten in Verzeichnissen

Der Windows Explorer in Windows 8.1 bietet die Möglichkeit, in den Dateiansichten nach unterschiedlichen Merkmalen die Dateien gruppiert anzuzeigen. Für die Ansicht von Fotos mit Metadaten bietet der Windows Explorer das Kriterium „Markierungen“ an, welches sich auf das Metadatenfeld „Keyword“ in JPEG-Dateien bezieht.

(siehe dazu auch diesen früheren Artikel „Foto-Tagging unter Windows …und seine Vorteile“ im Blog)

Das Ergebnis sieht dann (wie unten im Screenshot dargestellt) aus: Die in den Fotos gefundenen gespeicherten Metadaten werden aufgelistet. Man sieht zusätzlich in Klammern einen Count mit der Anzahl der gefundenen Treffer.

Windows Explorer greift hier nicht auf den Suchindex von der eingebauten Windows Search zu, sondern durchsucht die Dateien ad hoc. Dadurch klappt das auch bei Verzeichnissen auf einem verbundenen Netzlaufwerk, die per se nicht durch die Windows Search indiziert werden.

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Office 365: Arbeit mit Metadaten (Tags) in SharePoint Online

Die Nutzung:
Um mit Metadaten in Dokumenten zu arbeiten, muss in der Dokumentenbibliothek die Metadatenspalte erstellt/aktiviert werden.

„Das Taxonomiefeature (Feature-ID „73EF14B1-13A9-416b-A9B5-ECECA2B0604C“) wurde nicht aktiviert. Es wurde kein Ausdruckssatz oder Ankerpunkt ausgewählt.“

Aktivierung des Features:
Um das Feature zu aktivieren muss man in der Websiteverwaltung die Websitefeatures verwalten. Dort muss ein Feature „Inhaltsorganisation“ und „Metadatennavigation und Filtern“ aufgelistet sein. Die Features ist nur sichtbar, wenn man ein E3 Paket von Office 365 besitzt. Bei allen kleineren Paketen ist dieses Feature nicht sichtbar, weil von Microsoft aufgrund des Pakets limitiert. :-/

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Foto-Tagging unter Windows …und seine Vorteile

14. Februar 2010 6 Kommentare

Tagging von Fotos ist zwar einerseits zeitaufwendig, anderseits sind die Benefits gerade bei einer (dank Digitalkameras) stark anwachsenden Fotosammlung mittel- und langfristig hoch. Denn durch Tags können Fotos anders gefunden und gruppiert werden als nur durch ihren Ablageort. Es muss beim Tagging darauf geachtet werden, dass die Tags in den Dateien der Fotos gespeichert werden und nicht in einer anwendungsspezifischen Datenbank (wie bei Google Picasa). Nur so wandern die Zusatzinfos mit den Fotos immer mit, egal welches Bildbetrachtungsprogramm an irgendeinem Ort gerade verwendet wird.

Nun kann man Fotos taggen in dem man die Namen von auf dem Foto befindlichen Personen als Tags verwendet. Es natürlich auch möglich, einem Foto mehrere Tags zuzuweisen. Oder man teilt per Tag den Aufnahmeort oder den Namen des berühmten Gebäudes mit, usw.

Eine nicht zu unterschätzende Zeitersparnis ergibt sich durch das Vergeben eines Tags auf mehrere Fotos gleichzeitig. Dazu muss man oft die entsprechenden Fotos markieren und danach das gemeinsame Stichwort/Tag zuweisen. Dies funktioniert z.B. in den Programmen  Windows Live Fotogallerie oder auch in ACDSee Pro.

Tagging-Möglichkeit in Windows Live Fotogallerie

Hierarchisches Tagging = Tagging hoch zwei

Hierarchisches Tagging meint, dass Tags wie ein Verzeichnisbaum eine Hierarchie darstellen. Als Beispiel „Leute/Familie/Vater“ oder „Leute/Freunde/Peter“. Gleichzeitig kann man in Fotos auch ereignisbasierte Informationen durch Tags unterbringen. Zum Beispiel: Ereignisse/Hochzeiten; Ereignisse/Fernreisen und so weiter….

Benefits:

Windows liest seit Vista das Metadatenfeld „Keyword“ aus den Metadatenblöcken (Metadaten-Standards XMP oder IPTC) von JPEG-Dateien. Weiterhin wird der Inhalt des Metadatenfelds in der Windows Suche indiziert und ist somit als Suchbegriff verwendbar. Dies ist eine hervorragende Grundlage zur Arbeit mit Tags in eigenen Fotos in Windows Vista und neueren Versionen.

Windows Media Center liest den Inhalt von „Keyword“ ebenfalls aus. In der Bildbibliothek im Reiter „Markierungen“ und werden Fotos unabhängig von ihrem Ablageort nach Tags gruppiert angezeigt. Bei hierarchischen Tags kann man per Fernbedienung durch die Hierarchie wie durch Verzeichnisstruktur navigieren und in jeder Ebene eine Dia-Show mit den jeweiligen Fotos starten. Das ist echt super!

Getaggte Fotos in Windows Media Center

Die Windows Live Fotogallerie, die man hier kostenlos runterladen kann, unterstützt ebenfalls Tagging.  Die Tags werden geschrieben in den XMP Metadatenblock. Gelesen wird XMP oder IPTC. Das Programm unterstützt auch hierarchische Tags. Hier wird dann die Hierarchie wie ein Verzeichnisbaum im Windows Explorer angezeigt.

Hierarchie von Tags in Windows Live Fotogallerie

Suchen und Finden:

Im Windows Explorer kann man sehr leicht nach Fotos mit einem bestimmten Tag suchen. Man gibt einfach das Tag ein und schon werden die Fotos mit dem enthaltenen Tag angezeigt. Denn die Tags wurden vorher beim Indizieren der Fotos gefunden und im Suchindex der Windows Search gespeichert. Leider sucht die Windows Live Fotogalerie nicht im erstellten Suchindex der Windows Search. 😦

Erweiterung der Windows Suche mit IFilter

2. September 2008 4 Kommentare

Heutzutage lagert eine Vielzahl von unterschiedlichen Dateien (Dokumente, Bilder, etc.) auf lokalen PCs und in SharePoint Projekt-Portalen. Deshalb ist eine gut funktionierende und von den Nutzern akzeptierte Suchfunktion mit brauchbaren Suchergebnissen essentiell. Schließlich soll die Suche manch „vergrabenen“ Schatz zu Tage fördern.

Als Ergänzung zu bereits in diesem Blog veröffentlichten Artikeln zum Thema Windows Desktop Search (aka Windows Search) deshalb noch ein paar Zeilen zum Thema Erweiterung der Such-Funktion. Für die Erweiterung der Desktop Suche auf Windows Betriebssystemen und der Suche des SharePoint Server existieren sogenannte IFilter. Dank eines formatspezifischen IFilter können die Inhalte dieser Dateien des Dateiformats indiziert und damit auch durch den Nutzer der Suchfunktion gefunden werden.

Hier IMHO wichtige Dateiformate, die per IFilter erweiterbar sind:

PDF

Für das PDF-Format gibt’s gleich mehrere IFilter-Alternativen:

Laut diesem Blog-Post (FOXIT vs. Adobe PDF IFilter) ist der Foxit IFilter beim Indizieren aus Performance-Sicht dem Adobe IFilter überlegen, da der Foxit IFilter Multithreading und Mehrkern-CPUs im Gegensatz zum Adobe IFlter unterstützt. Weiterer Plus-Punkt des Foxit IFilter ist die Unterstützung von 64bit Betriebssystemen.

MMAP

Für Mindmaps des Mindjet Mindmanagers gibt es den IFilter bei IFilterShop. Hier der Download-Link. Es ist wichtig, die readme.html zu lesen. Dort ist noch erklärt, dass eine LocalTemp Variable in der Registry gesetzt werden muss, damit der IFilter funktioniert. Meine persönlichen Erfahrungen mit diesem IFilter sind gespalten. Unter Vista 64 bit klappte die Indizierung der Inhalte der Mindmap nicht – jedoch bei einem frischen 32bit Vista problemlos.

Visio – Zeichnungen & andere Microsoft Office Formate:

Für Visio 2003 Dateien gibt es ein IFilter von Microsoft zum Download. Dann gibt’s noch ein Filter-Pack von Microsoft mit IFiltern für folgende Formate: .docx, .docm, .pptx, .pptm, .xlsx, .xlsm, .xlsb, .zip, .one, .vdx, .vsd, .vss, .vst, .vdx, .vsx, and .vtx

Unter Vista ist man bezüglich der Office-Formate von Haus aus schon gut ausgetattet. Bei XP und Windows Server sollte man das testen und dann ggf. die Installation des Filterpacks durchführen.

JPEG

Für das Format JPEG gibt es ebenfalls ein IFilter von der Firma AimingTech. Bei JPEG ist es interessant, dass die Metadaten (Standards EXIF, IPTC und XMP) in JPEG-Dateien indiziert werden. Der Filter kann laut Beschreibung nur EXIF indizieren. Jedoch meine eigenen Analyseergebnisse zeigen hier ein positiveres Bild: Auch Keywords in IPTC Headern werden indiziert!

Der IFilter funktioniert gut unter Vista 64bit!

Installationshinweise für IFilter:

Wichtiger Hinweis für die Installation des IFilters: Der Indizierungsdienst muss VOR der Installation eines IFilters gestoppt werden, damit die Änderungen wirksam werden. Also bei den Diensten den Indexdienst auswählen (bei deutschem Vista „Microsoft Suche“ oder bei englischem Vista „Microsoft Search“) und stoppen. Nach der Installation und dem Starten des Indexdienstes sollte man den Such-Index neu aufbauen, damit die relevanten Dateiinhalte des durch den installierten IFilter indiziert werden. Das dauert bei einem ruhenden PC relativ schnell (je nach Anzahl der zu indizierenden Dateien des Formats).

Prüfung der Funktion des IFilters:

Nach erfolgreicher Installation ist das durch den IFilter hinzugefügte Dateiformat in folgendem Dialog zu sehen. Den Dialog findet man in Vista in der „Systemsteuerung“ -> „Indizierungsoptionen“ -> „Erweitert“ (siehe Abbildung 1). Die Prüfung, ob der Inhalt der Dateien des entsprechenden Dateiformats in der Windows Search vorhanden sind, kann über folgenden Suchstring erfolgen: „Suchbegriff ext:Dateiformat“ also z.B. „Kunde ext:docx“

Abbildung 1 – Dialog der indizierten Dateiformate

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