Cloud App Security – ein Cloud Access Security Broker

Cloud App Security ist ein Sicherheits-Produkt von Microsoft, das aus einem Zukauf der Firma Adallom aus dem Jahr 2015 hervorgegangen ist. Das Produkt wird von einem Team in Israel weiter entwickelt.

Folgende Funktionen stechen aus meiner Sicht heraus:

  1. Aufdecken der Nutzung von Schatten-IT durch Anwender im Unternehmen ohne die Installation von Agenten-Software bei den Anwendern
  2. Bewertung der gefundenen Schatten-IT und der damit verbundenen Risiken durch ein ständig gepflegten Katalog von verfügbaren 3rd Party Cloud-Diensten und der von Microsoft zusammengetragenen Daten und Fakten zu dem jeweiligen Cloud-Dienst
  3. Blockieren von 3rd Party Cloud-Diensten (wie z.B.Confluence, ServiceNow, Slack, GSuite) durch den Einsatz eines Reverse Proxy
  4. Single Sign-on Unterstützung der Office 365 Identität mit weiteren erlaubten 3rd Party Cloud-Diensten (Komfort-Gewinn für Anwender)
  5. Schutz vor Angriffen (Malware, Ransomware, Identitäten-Diebstahl) durch ständige Überwachung der anormale Nutzer-Aktivitäten durch Netzwerk-Überwachung

Persönliche Einschätzung:

Microsoft hat sich über die letzten Jahre vom Saulus zum Paulus entwickelt und eine große Menge Geld in die Hand genommen, um in das Thema Sicherheit zu investieren. Denn: Nur sichere Cloud-Angebote werden von Kunden gekauft. Deshalb muss man folgendes als IT-Abteilung im Unternehmen anerkennen: die Microsoft Cloud ist definitiv besser geschützt als die IT im eigenen Rechenzentrum!

Cloud App Security ist sicher nicht billig aber notwendig! Sicherheit kostet halt Geld!

Literatur-Empfehlungen:

Microsoft Enterprise & Mobility Security Blog

Absicherung von Online-Accounts im Privaten und Geschäftlichen durch Passwort-Manager, MFA und CASB

Aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage ist das Thema Absicherung von Accounts bei Internetdiensten nicht nur für Prominente und Politiker in aller Munde.

Im Privatbereich sollte jeder mit Hilfe eines Passwort-Managers seine Accounts von Online-Diensten verwalten und zusätzlich (wenn möglich) die sogenannte Multi-Factor Authentifizierung verwenden. Das bedeutet, dass beim Login in ein Online-Dienst neben dem Passwort ein zweiter Faktor zum Beweisen der Identität erbracht werden muss. Damit verliert das Passwort allein seine Macht.

Best Practice durch Passwort-Manager:

  1. die Passwörter für Online-Dienste dort speichern
  2. sich beim Einloggen in den Diensten durch den Passwort-Manager helfen lassen durch automatisches Ausfüllen der Login-Maske
  3. Wenn man dieses Vorgehen verinnerlicht hat, ist klar, dass die Passwort-Stärke zunehmen kann, da der Mensch sich die Passwörter nicht mehr merken muss:
    1. für jeden Dienst ein anderes Passwort
    2. Passwort wird generiert durch den Passwort-Manager und ist damit sehr komplex
    3. Regelmäßiges Überprüfen der Passwort-Stärke und doppelter Verwendung von Passwörtern im Passwort-Manager
    4. Ändern der Passwörter in gewissen Zeitabständen

Als Passwort-Manager empfehle ich LastPass

Best Practice für Multi-Factor Authentifizierung (MFA):

  1. Bei häufig genutzten Online-Diensten prüfen in den Optionen, ob MFA aktivierbar ist (meist manuell aktivierbar in Kontoeinstellungen)
  2. Eigene Mobilfunknummer eintragen oder eine Authenticator App auf dem Smartphone nutzen
  3. Nach dem Login in Online-Dienst wird dann eine Prüf-SMS mit Code verschickt bzw. ein Code aus der Authenticator-App abgefragt. Dieser zweiter Faktor muss dann beim Login-Vorgang zusätzlich eingegeben werden

MFA empfehle ich bei Bezahldiensten (PayPal), Shopping-Portalen mit hinterlegten Zahlungsdaten (Amazon) sowie bei Social Networks mit Chat-Verläufen und privaten Informationen.

Im Firmenbereich sollte man ebenfalls Passwort-Manager für seine Anwender und Multi-Factor-Authentifizierung anwenden. Darüberhinaus ist im geschäftlichen Bereich für die Erhöhung von Sicherheit die Nutzung eines sogenannten (in englisch) Cloud Access Security Broker (CASB) empfehlenswert.

Ein CASB schaltet sich zwischen die Mitarbeiter des Unternehmens und dem Internet/der Cloud und überwacht und schützt den Datenverkehr bzw. die Cloud Apps

Insbesondere der Schutz durch ein CASB der Mitarbeiter-Accounts bei den verschiedenen geschäftlichen Cloud-Diensten ist super wichtig. Neben dem Einsatz von Multi-Factor-Authentifizierung ist eine Überwachung und Alarm bei fehlgeschlagenen Login-Versuchen nützlich.

Für geschäftliche Online-Dienste wie Office 365, Salesforce, ServiceNow, G-Suite oder Dropbox gibt es von Microsoft den CASB namens „Cloud App Security“ – eine Suite, die noch mehr bietet. Dazu im Detail mehr in einem späterem Blog-Artikel.