Windows 10: Das RAM Management und die Auslagerungsdatei

Falls man annimmt, dass Windows 10 mit 8 GB RAM und ohne Auslagerungsdatei (PageFile) auskommt. Ja – aber nur, wenn man nicht mit vielen Anwendungen gleichzeitig arbeitet.

Windows 10 meldet artig von selbst, wenn der Arbeitsspeicher knapp wird und schlägt auch vor, welche Anwendung geschlossen werden sollte, um Speicher freizugeben.

win10_not_enough_memory

Das interessante bei der  Ansicht der Arbeitsspeicher-Auslastung ist, dass obwohl nur 5 von 8 GB in Verwendung ist, trotzdem die Warnung von Windows 10 ausgegeben wird. Das hängt mit den Zahlen bei „Commit ausgeführt“ zusammen. Windows hat in dem Fall 7,7 GB schon reserviert und sieht also ein ernstes Problem für die nächste ankommende Reservierungsanfrage.

win10_not_enough_memory2

Falls es zu knapp wird, wird diese Meldung ausgegeben:

win10_not_enough_memory3

Um das alles zu vermeiden, sollte man trotz einer großen RAM-Ausstattung (alles mit 8 GB oder mehr) eine kleine Auslagerungsdatei (1 GB Größe) spendieren.

 

Weitere Ressourcen:

https://blogs.msdn.microsoft.com/mtcmuc/2011/08/09/auslagerungsdatei-unter-windows-wie-macht-man-es-richtig/

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Secure Score – das neue Rating der eigenen Sicherheit bei Office 365

Die Sicherheit des eigenen Office 365 Mandanten auf der Plattform kann man neuerdings vom sogenannten „Secure Score“ ableiten. Dieser Score gibt also ein Sicherheitsindex aus für den eigenen Mandanten. Mit Sicherheit ist nicht die durch Microsoft auf der Plattform gebotene Sicherheit gemeint, sondern durch mandanteneigene Sicherheitskonfigurationen hergestellte Sicherheit!

Der schnellste und direkte Weg zum eigenen Secure Score ist die URL: securescore.office.com

Die Anzeige des eigenen Score

Man sieht dann seinen aktuellen Score und den durchschnittlichen Score aller Mandanten auf Office 365. An dem sollte man sich aber nur bedingt orientieren. Liegt der eigene Score darunter – muss man sofort handeln. Liegt er leicht oder ein wenig drüber – sich nicht ausruhen, denn man darf die vielen sogenannten „Demo-Tennants“ nicht vergessen, die Microsoft sicher nicht rausrechnet.

Folgende Sachen im Hinterkopf behalten:

  • Die maximal Score geht nach oben und wird immer dynamisch bleiben
  • Der eigene Score wird auch sich durch Umstellungen und Erweiterungen ändern, ohne das man etwas selbst tut
  • Die Berechnung des eigenen Scores ist einmal nächtlich

 

Verlauf des eigenen Secure-Score über die die letzten Wochen

Wenn man handeln muss, gibt Microsoft einen Maßn04ahmenplan an die Hand, der dynamisch auf den neuen Zielwert des Score sofort ausgearbeitet vorliegt. Also stellt man einen Zielwert ein, und bekommt Maßnahmen vorgeschlagen zur Erhöhung der eigenen Sicherheit und somit Erhöhung des Scores. Man unterscheidet dabei zwischen wiederkehrenden Maßnahmen (z.B. Review eines Security Reports/Logs) und einmaligen konfigurativen Maßnahmen. Es werden auch Maßnahmen vorgeschlagen, die (noch) nicht auf den Score einzahlen.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind widerrum gleich mit Hilfetexten hinterlegt und auch mit Direktsprung zur jeweiligen Konfigurations-Seite. Eine aus meiner Sicht perfekt ausgearbeitete Möglichkeit, auf Basis der eigenen Security Awarness die Sicherheit einfach und komfortabel zu erhöhen.

Es ist noch nicht ganz klar, ob das Erreichen des maximalen Scores das Endziel ist, da natürlich nicht jede Maßnahme für jeden Mandanten Sinn macht. Die eigene Bedrohungsanalyse und damit Klassifizierung und Ableitung der Maßnahmen sind in meinen Augen wichtiger.

Hier noch ein kurzes Einführungsvideo von Microsoft:

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Skype: PDF-Rechnung inoffiziell erzeugen

23. März 2017 2 Kommentare

Problemstellung:

Skype erstellt für Aufladungen des Guthabens seit geraumer Zeit (ca. seit 2014) nur noch für bestimmte Länder PDF-Rechnungen. Die Liste der Länder kann in diesem FAQ-Artikel von Skype eingesehen werden. Deutschland ist da aus unerfindlichen Gründen nicht auf der Liste. Ist natürlich total dämlich für Geschäftskunden, die eine Rechnung für die Buchhaltung/Steuer benötigen.

Es wird also derzeit nur eine Überblicks-Seite zur Aufladung mit dem Datum, dem Betrag usw. angezeigt.

Lösung:

Nun gibt es eine URL, mit der man doch inoffiziell eine PDF-Rechnung zum Download erzeugen kann:

https://secure.skype.com/users/SKYPEUSERNAME/payment/orders/BESTELLNUMMER/invoice?regenerate=true

Auf der erzeugten Rechnung wird der im eigenen Profil unter Rechnungsinformation hinterlegte Adress-Datensatz verwendet.

Wichtig für deutsche Geschäftskunden ist, dass:

  • die Firma (Skype Communications S.à.r.l.) für Europa in Luxemburg sitzt
  • auf der PDF-Rechnung keine luxemburgische Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer ausgewiesen ist und augenscheinlich also keine abführt
  • deshalb die Aufladung vom deutschen Finanzamt als sogenannter steuerpflichtiger „innergemeinschaftlicher Erwerb“ gilt
  • deshalb darauf die 19% deutsche Mehrwertsteuer fällig ist. Die Ausgabe ist in der UST-Voranmeldung in Kennziffer 89 anzugeben. Die fälligen 19% werden natürlich wie die in Deutschland gezahlte Vorsteuer mit verrechnet.
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Yammer vs. Teams

Es gibt derzeit Unsicherheiten durch die Einführung des Features/Tools „Teams“ und der Schaffung der internen Tool-Konkurrenz zu Yammer und Skype for Business bei Office 365. Deshalb habe ich hier nochmal meine Unterscheidung dokumentiert, um die Unsicherheit für die Leserschaft zu beenden.

Vergleichsmerkmal Yammer Teams
Nutzerzielgruppe Alle Mitarbeiter des Unternehmens Gemeinsames Arbeiten an gemeinsamen Inhalten im kleinen bis mittleren Team
geeignet für Use Case Abteilungsübergreifender Informationsaustausch ohne vorherige Teambildung oder Projektauftrag Gemeinsames Arbeiten im kleinen bis mittleren Team (z.B. zu einem Projektauftrag)
Analogien zu anderen Tools Facebook im Unternehmen Slack
Unterstützung von Konversation
  • Asynchron (zeitlich versetzt)
  • Mentioning mit „@“
  • Tagging von Beiträgen mit Schlagworten
  • Asynchron (zeitlich versetzt)
  • Synchron (Chat) mit S4B Usern, die in der gleichen Office365 Group sind
  • Mentioning mit „@“
  • Memes + Giffies
Unterstützung von Zusammenarbeit an Dokumenten
  • Teilen von Dokumenten, die in Yammer hochgeladen werden
  • Zusammenarbeit an in Yammer hochgeladenen Dokumenten
  • gute Integration mit SharePoint Online – nur dort liegen die Dokumente
  • Direkter Web-Viewer zum Anschauen von Dokumenten
Client/App-Untertützung
  • volle Browser-Unterstützung
  • kein Client auf dem PC (wurde abgeschafft)
  • Mobile Apps vorhanden
  • volle Browser-Unterstützung
  • Windows 10 Client
  • Mobile Apps vorhanden
Mein Fazit das Werkzeug für:

  • Kommunikation ins Unternehmen (Broadcast)
  • unternehmensweiter Informations-austausch und Diskussion
Das Werkzeug ist der One-Stop-Shop in der Projekt/Team-Kollaboration und zieht Nutzer aus

  • SharePoint Online,
  • Outlook,
  • Planner
  • und Skype
  • und weiteren auch externen Tools/Webseiten

hin zu Teams!

Ich hoffe, dass nach dem Lesen der Tabelle klar geworden ist, dass die Schnittmenge zw. beiden Tools doch geringer ist als vorher gedacht. Also eher ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen (beides zwar Obst, aber dennoch unterschiedlich) 🙂

Ggf. erweitere ich die Tabelle in der nächsten Zeit…

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Virtual Box: Zugriff verweigert auf DVD-Laufwerk

Problem:
Bei Windows 8 als Hostbetriebssystem und starten einer VM mit konfiguriertem Zugriff aufs DVD-Laufwerk des Host erscheint folgende Fehlermeldung:

Fehlermeldung in Virtual Box

Lösung:

  • Virtual Box auf dem Hostsystem mit Administrator-Rechten (im Kontextmenü) starten
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Microsoft Planner: Ein elektronisches Kanban Board für Office 365 Nutzer

Der Dienst Planner ist die Antwort von Microsoft für alle Office 365 Kunden auf erfolgreiche elektronische Kanban-Boards wie Trello. Dieser Dienst steht am Anfang seiner Evolution. Es ist klar, dass Microsoft dieses Tool noch verbessern wird in den nächsten Monaten.

Deshalb hier ein kleiner Zwischenstand als langjähriger Trello-Nutzer. Folgende Nachteile existieren derzeit noch:

  • Keine Volltextsuche in Cards im Board
  • Keinerlei Filtermöglichkeiten (z. B. nach zugewiesenem Label)
  • Eine Card kann nicht mehreren Benutzern zugewiesen werden
  • Statisches Status-Feld (begonnen/eledigt) für Cards vs. flexibel anlegbare Spalten (Buckets)
  • In der Ansicht „Meine Aufgaben“ ist es nicht möglich, neue Aufgaben anzulegen
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MyAnalytics – das Fitbit in Office 365 für den Information Worker

22. Februar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

Microsoft hat ein neues Feature/Produkt innerhalb der Office 365 Familie veröffentlicht.

Es nennt sich MyAnalytics und stellt auf  Basis der gesammelten Daten über die beruflichen Gewohnheiten des Benutzers pro Arbeitswoche dar:

  1. aufsummierte Stunden in Meetings
  2. aufsummierte Stunden mit Bearbeitung von eMails
  3. aufsummierte Stunden mit fokussierter Arbeit
  4. aufsummierte Stunden, die nach der Regelarbeitszeit entstanden sind

Desweiteren kann man zu den jeweiligen o. g. Punkten persönliche Ziele wie in Sport-Apps definieren.

myanalytics

Zusätzlich wird dargestellt im Bezug auf die Vernetzung mit Kollegen aus dem Unternehmen:

  • Wer sind die engsten Kollegen und wie viel Zeit habe ich mit Ihnen verbracht
  • Mit wem habe ich früher eng zusammengearbeitet und nun länger nicht mehr.

Als Datengrundlage werden die gesammelten und gespeicherten Daten aus dem Office Graph verwendet:

  • Erstellung oder Veränderung von Dokumenten in SharePoint Online
  • Lesen, Verfassen und Senden von eMails
  • Eingetragene Termine im eigenen Exchange Kalender
  • Freie Zeit ohne Termine im Exchange Kalender für die Berechnung der Fokus-Zeit
  • Personen in Mails und Terminen

MyAnalatics kann derzeit noch keine Informationen aus der Arbeit in Planner, Teams, Yammer oder in Office 365 Groups ziehen.

Zusätzlich lassen sich dann die Wochenreports miteinander vergleichen und ein Trend über die letzten Wochen wird auch dargestellt. Weiterhin versucht MyAnalytics hilfreiche Tipps für die persönliche Verbesserung zu geben.

Hier ein Einführungs-Video von Microsoft:

MyAnalytics ist ein Feature im Office 365. Es ist Bestandteil des E5 Plans. Für E1 oder E3 Pläne kann dieses Feature hinzugebucht werden zum Preis von 3,40 € pro User pro Monat.

Meine Einschätzung:
Die derzeitigen Funktionen sind nützlich in konventionellen Unternehmenskulturen mit ausschließlicher eMail-Kommunikation und vielen geplanten und kalenderbasierten Meetings. Für jüngere dynamischere Kulturen und der Vermeidung von Mailverkehr (z.B. Nutzung von Microsoft Teams) und ad-hoc Meetings macht es keinen Sinn. Der Preis für die E1 und E3 Pakete ist meines Erachtens zu hoch bei denen derzeit gegebenen Funktionen.

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